“Schau auf das Licht
zwischen den Dingen.”

Künstlerische Position

Florian Weiß versteht Landschaft nicht als bloßes Motiv und nicht als topografische Wiedergabe eines Ortes. Für ihn ist Landschaft ein Prozess der Wahrnehmung, ein offenes Gefüge aus Licht, Farbe, Raum und Bewegung. Seine Malerei entwickelt sich aus der unmittelbaren Beobachtung realer Landschaften, insbesondere des Oberpfälzer Jura in Bayern, und sucht nach einer Bildwirklichkeit, die über das Sichtbare hinaus deren innere Ordnung und natürliche Energie erfahrbar macht.

Ausgangspunkt seines künstlerischen Prozesses ist die Pleinair-Malerei. Vor Ort entstehende Aquarelle halten den ersten Eindruck eines Ortes fest: atmosphärische Spannung, Lichtverhältnisse, Bewegungsrichtungen und räumliche Beziehungen. Sie dienen nicht als detailgetreue Vorlagen, sondern als bildnerische Setzungen, die den Impuls für die spätere Arbeit im Atelier bewahren.

„Das Aquarell gibt den Impuls. Das Öl transponiert.“

Im Atelier wird die unmittelbare Wahrnehmung in die Sprache der Ölmalerei übertragen. Das flüchtige, transparente Aquarell trifft auf die materielle Dichte, Schichtung und Präsenz der Ölfarbe. Aus diesem Spannungsverhältnis entsteht ein eigenständiger malerischer Prozess, in dem Naturbeobachtung, Reflexion und kompositorische Ordnung miteinander verschmelzen. Die Landschaft wird dabei nicht kopiert, sondern in eine autonome Bildwirklichkeit übersetzt.

Die Gemälde beruhen auf den formalen und energetischen Prinzipien der Natur, ohne diese unmittelbar zu imitieren. Form entwickelt sich aus Farbe. Konturen entstehen nicht als feste Linien, sondern als Übergänge zwischen warm und kalt, hell und dunkel, Ruhe und Bewegung sowie Nähe und Ferne. Die sichtbare Welt bleibt Ausgangspunkt der Malerei, wird jedoch durch Farbe, Komposition und räumliche Verdichtung neu organisiert.

„Locker beim Wahrnehmen, klar beim Entscheiden.“

Farbe besitzt in Florian Weiß' Werk keine dekorative Funktion. Sie trägt die Struktur des Bildes und vermittelt Atmosphäre, Masse, Licht, Bewegung und räumliche Tiefe. Ziel ist keine möglichst genaue Nachahmung der Natur, sondern eine malerische Wirklichkeit, in der die sinnliche Erfahrung eines Ortes ihre eigenständige Form findet.

Die Landschaftsmalerei vergangener Jahrhunderte bildet für Florian Weiß einen wichtigen Bezugsrahmen. Künstler wie Claude Lorrain, John Constable, Paul Cézanne, Jean Siméon Chardin und Jean-Honoré Fragonard versteht er nicht als stilistische Vorbilder, sondern als Gesprächspartner in der Frage, wie Natur durch Farbe, Komposition und malerische Ordnung zu einer eigenständigen Bildrealität werden kann.

Seine Arbeiten bewegen sich bewusst zwischen Figuration und Abstraktion. Das Motiv bleibt erkennbar, wird jedoch nicht beschrieben, sondern malerisch neu gedacht. Die Natur bildet dabei den Ausgangspunkt jeder Entscheidung, ohne ihre Eigenständigkeit im Bild zu verlieren.

„Die Natur erzählt sich selbst.“

Die künstlerische Position von Florian Weiß gründet auf der Überzeugung, dass Malerei das Sichtbare nicht verlassen muss, um Neues hervorzubringen. Vielmehr entsteht ihre Eigenständigkeit aus der intensiven Auseinandersetzung mit der Natur. Nicht die äußerliche Ähnlichkeit entscheidet über die Qualität eines Bildes, sondern seine Fähigkeit, Wahrnehmung, Atmosphäre und räumliche Ordnung in eine überzeugende malerische Wirklichkeit zu verwandeln.

Abstraktes Gemälde mit bunten Pinselstrichen in Blau, Orange, Gelb, Lila und Grün.

Präsenz & Plattformen

Singulart

Ausgewählte Originalarbeiten, internationale Kuratierungen und aktuelle verfügbare Werke. Das Profil bietet einen kompakten Überblick über die malerische Position zwischen Naturbeobachtung, Figuration und Abstraktion.

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Artmajeur

Umfangreiches Werkarchiv mit Landschaftsmalerei, Aquarellen und figurativen Arbeiten. Ergänzt wird das Portfolio durch Serien, Werkbeschreibungen und Einblicke in die künstlerische Entwicklung.

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Oberpfalzwiki

Biografische Informationen, Ausstellungen, Auszeichnungen und Pressebelege zur künstlerischen Arbeit von Florian Weiß. Die Seite dokumentiert zentrale Stationen seines Werdegangs und seine Verankerung in der Oberpfalz.

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Instagram

Aktuelle Arbeiten, Einblicke in den Entstehungsprozess und Beobachtungen aus der Landschaft. Skizzen, Aquarelle und Atelieraufnahmen machen die Entwicklung der Bilder unmittelbar nachvollziehbar.

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Artit

Artit bündelt ausgewählte Gemälde, die künstlerische Biografie sowie Ausstellungen und Auszeichnungen in einem kompakten Künstlerprofil. Die Plattform bietet einen schnellen Überblick über die Entwicklung meiner zeitgenössischen Landschaftsmalerei.

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